Amoklauf von Winnenden- Ungereimtheiten, die keine sind?

Den Zeitungsschreibern. Mit dem Blut der Opfer

Schmiern sie’s hin: die Mörder sind es nicht gewesen.

Ich reiche euch die frisch bedruckten Blätter

Und sag: Ihr Stil ist aber gut, ihr müßt es lesen.

Brecht: aus ‘Ballade von der Billigung der Welt’

In letzter Zeit tauchen immer mehr Ungereimtheiten in Amokfall von Winneneden auf, die einen doch schon mal grübeln lassen können.

So will nach einem Bericht des Focus, ein Polizist, der den mutmaßlichen Amokläufer bei der vorhergehenden Schießerei in beide Beine getroffen hat, den Täter bereits gestellt haben.

Er setzte sich nach den Beinschüssen auf den Boden, legte die Waffe beiseite, und erhob die Hände über den Kopf. Dann soll sich der Polizist mit Waffe im Anschlag dem Täter genähert haben. Dieser sei daraufhin aufgesprungen, habe die Waffe wieder ergriffen, sei in das Autohaus gestürmt und habe dort zwei Menschen erschossen.

Man stelle sich das einmal vor. Das mit zwei Pistolenkugeln in den Beinen, ist schon ein bißchen komisch. Auch auf dem neuerlich erschienen Videozusammenschnitt, ist kein Hinweis zu finden, dass der munter umherlaufende Mann, den wir dort sehen, irgendwelche Beinverletzugen hat, geschweige denn dessen Beinsehnen von zwei Pistolenkugeln zerfetzt wurden, denn sojemand könnte bekanntlich überhaupt nicht mehr gehen.

Auch auffällig an dem Video ist, dass die Szene, in der sich Tim Kretzschmar angeblich selber erschießt, offenbar heurausgeschnitten wurde. Da ist einfach ‘cut’, und man sieht eine Figur auf dem Boden liegen, und es gibt keine Anhaltspunkte, dass sie dieselbe ist, die zuvor noch herumgelaufen ist und um sich geballert hat.

Hinzu kommen weitere zahlreiche Ungereimtheiten, allesamt hier nachzulesen.

Wie Enthüllungsjournalist Gerhard Wisnewski schrieb, war bereits der sog. Amoklauf an der Gutenbergschule in Erfurt nicht exakt das, als was es die gleichgeschalteten Medien darstellten. Sollte es hier etwa mit den Teufel zugehen, und die scheinbaren Paralellen doch nicht rein zufälliger Natur sein?

Big Brother schlachtet eigene Schäfchen?

Und wenn ihr jetzt nach dem Motiv der ganzen Inszenierung fragt, dann kann ich euch nur empfehlen, für jeden, der es noch nicht getan hat, 1984 von George Orwell zu lesen.

Denn darin gräbt die Hauptfigur Winston Smith das Buch des Staatsfeindes Nr.1 Emmanuel Goldstein hinter einem losen Ziegel seiner Gefängniszelle hervor, und liesst darin den folgenden Satz (sinngemäß):

Krieg führt nicht eine Nation gegen eine andere, um diese zu vernichten, (wie es in den Medien permanent vorgekaukelt wird). Sondern Krieg führt immer die herrschende Klasse gegen das eigene Volk, um diese in Armut und Elend zu halten, und ihre eigene Macht zu zementieren.

Wie recht hatte Orwell mit dieser hellsichtigen Prophezeiung. Wie tief mag er die Strukturen der Macht durchschaut haben, als er diesen Jahrhundertroman kurz vor seinem Tod schrieb.

Sollte es in diesem Staat tatsächlich schon so weit  sein, dass sich diese negative, abgrundtief häßliche Prophezeiung tatsächlich schon bewahrheitet hat? Wer weiss.

Ich kann darauf letzlich keine endgültig schlüssige Antwort liefern, jedoch einen Hinweis geben. Einen Hinweis, der wie vieles auf diesem Weblog hier ein Zitat ist, von jemandem, der im Gegensatz zu Orwell noch als Opimist bezeichnet werden kann.

Mit einem Zitat von Brecht, hat dieser Artikel begonnen, mit der Schlußstrophe aus ebendemselben Gedicht soll er enden:

Da Niedrigkeit und Not mir nicht gefällt

Fehlt meiner Kunst in dieser Zeit der Schwung

Doch zu dem Schmutze eurer schmutzigen Welt

Gehört – ich weiß es – meine Billigung.

Ich hoffe wirklich vor allem für alle Kinder in diesem Land, dass Wisnewski, die Autoren von Deutschlandpolitik, die Autoren vom Focus und George Orwell unrecht haben, und es sich hier wirklich nur um eine Einzeltat eines geistig verwirrten Jugendlichen handelt. Jedoch lässt mein gesunder Menschenverstand da einige Zweifel aufkommen.

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4 thoughts on “Amoklauf von Winnenden- Ungereimtheiten, die keine sind?

  1. Pingback: Mit den Clowns kamen die Tränen | bleibejung

  2. Ich finde, eine frage die mich schon länger beschäftigt, ist immer noch nicht offiziell erwähnt worden.

    Wieviel Magazine! hatte Tim. K dabei…

    Es sieht wohl so aus, als hätte er für seine Berreta nur ein Magzin mitgeführt. Ich habe bisher noch keine gegenteilige Meldung der Polizei gehört.

    Dann ist es unmöglich das Tim. K das war, zumindest das in der Schule war er dann mit Sicherheit nicht!!

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  3. Hi, hast du Deutschlandpolitik gelesen? Einfach rechts auf Button Amoklauf klicken, da findest du alle Artikel dazu aufgelistet. Auch das mit den Magazinen ist ausführlich behandelt. Alle kommen zu dem Ergebnis, dass er mindestens 8 Magazine dabei gehabt haben muß, den Rucksack soll er aber auf dem Klo liegengelassen haben. Die Frage ist, wo hat er dann die Magazine verstaut. Jedes wiegt etwa 1 Kilo.

    Hierzu auch lesen, den Blog von Herwig Duschek. Er ist ein bekannter Buchautor, und hat sich mit der Sache vor Ort eingehend beschäftigt. Ich denke, seine Erkenntnisse dürften für einiges aufsehen gesorgt haben.

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