Aufklärung im Web2.0 Zeitalter…

….oder was Weblogs zu leisten vermögen, was uns die klassischen Medien versagen:

Immanuel Kant sagte: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ (Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Berlinische Monatsschrift, 1784,2, S. 481–494)

Heute im Zeilater des Web 2.0, hat meiner Meinung nach dieser Gedanke eine neue Brisanz und Aktualität gewonnen. Durch seine interaktiven Möglichkeiten haben wir nunmehr die moralische Pflicht uns über die Themen, die uns interessieren aus verschiedenen Quellen Informationen zu verschaffen, um uns ein Urteil darüber bilden zu können. Anstatt wie uns bisher von den Massenmedien beigebracht wurde, uns lediglich berieseln zu lassen.

Es vollzieht sich nunmehr ein Wandel vom passiven Informations- konsumenten, der meint, sein Schicksal nicht in den eigenen Händen zu haben und es den „Oberen“ überlassen zu müssen, hin zum aktiven Teilnehmer am Weltgeschehen, der sich gezielt Informationen beschafft und sie auf Ihren Wert für sein Leben einzuschätzen weiß.

Gut recherchierte Weblogs werfen Licht hinter die Kulissen tagesaktueller Meldungen, die uns die etablierten Medien, mit denen wir alle aufgewachen sind gerne vorenthalten würden. Und mehr noch, wir sind nunmehr nicht nur der passive Konsument, sondern ein aktives Bestandteil des Gesamtgefüges (wenn auch nur ein kleines), das das Weltgeschehen ausmacht.

Hier kann jeder Mitreden, seine Meinung und Ergebnisse seiner Eigenrecherche kundtun. Die Wahrheit kristallisiert sich dann als Gesamtbild von allem möglichen und unmöglichen Perspektiven, oder wie es in einem schönen Gedicht von Schiller heißt:

„Nur Beharrung führt zum Ziel, nur die Fülle führt zur Klarheit, und im Abgrund wohnt die Wahrheit.“

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