Pablo Picasso (1881-1973), 1. Teil

portrait Der wohl größte bildende Künstler des vergangenen Jahrhunderts beschäftigt mich gerade zur Zeit mehr denn je.

So habe ich mich entschieden, einen Artikel über meine ganz persönliche Sicht auf sein Werk und sein Wirken zu schreiben.

Fachkundiges und pseudopbjektives Geschwafel über sein Werk und seine Bedeutung werdet ihr hier von mir nicht lesen. Ich erzähle euch rein subjektive Eindrücke, die für meine künstlerische Arbeit von Bedeutung sind.

Picasso zählt neben El Greco, Raffael und Max Ernst im Moment zu meinen Lieblingsmalern. Und das nicht nur, weil er sein Leben lang allemöglichen Stile des letzten Jahrhunderts maßgeblich mitbestimmt hat.

Er ist wohl auch einer der Wenigen, die sich ihr Leben lang treu geblieben sind, und dennoch immer der Gleiche war. Nach dem Motto: „Ändere dich, und bleib dir treu!“

Er war Künstler (vor allem Maler) durch und durch, der nicht einen einzigen Tag ohne seine Kunst auszuüben glücklich war. Er ist ganz und gar in seiner Malerei aufgegangen; welcher heutige Maler kann das, -dann noch über so einen langen Zeitraum hinweg- von sich behaupten?

Die Liebe zum Menschen/Leben als Inspiration für Kunst

Er war aber außerdem, dass er so ein bedeutender Künstler war auch noch im Besonderen Humanist. Ich behaupte sogar, dass sich ein Großteil seiner künstlerischen Inspiration aus der Liebe zum Menschen speist.

Vor allem liebte er Frauen und Kinder, wie seine zahlreichen Portaits und Beziehnungen zu ihnen belegen. Er war stets auf der Suche nach dem Geheimnis, dass seine Mitmenschen, die ihn faszinierten darboten, und zutiefst erschüttert von der Gräueltaten der Herrscherklasse gegenüber der unschuldigen Zivilbevölkerung, was nicht zuletzt das Monumentalgemälde ‚Guernica‘ belegt.

Viele behaupten, sie können mit den martialischen Figurendarstellungen, den klobigen Finger und der Überdimensionalen Nasen vor allem des späten Picasso nichts anfangen.

Das ist meines Wissens ein Kindertraum von ihm, er hatte oft geträumt, dass sich seine arme und Beine wie Luftballons aufblähen, und er so über einer Landschaft schwebt.

Die besten Künstler sind die, sich in Ihrem Werk ihre Träume erhalten.

Welche, die sie aufgegeben, zugunsten des Ruhmes, des Geldes, oder sonst wegen irgend etwas, sind für mich keine Künstler mehr, egal, wie gute Bilder sie malen.

Was können die heutigen Maler von Picasso lernen?

Es gibt auch Stimmen von heutigen Künstlern die sagen: „Picasso hat doch eh schon alles vollendet, was bleibt da für mich noch übrig? Er hat doch alles, was die Malerei bietet schon abgegrast!“

Und ich muß ehrlich zugeben, ganz unwahr ist die Behauptung wohl nicht. Picasso hat tatsächlich sehr vieles vollendet, wenn nicht gar alles, was zu seiner Zeit möglich gewesen ist.

Gerade in letzter Zeit erscheinen zahlreiche Publikationen mit Titeln wie diesen: „Picasso und die Photografie, Picasso und die alten Meister, Kunst ist immer erotisch, Picassos Häuser, etc.“, die insgesamt belegen, Picasso hat sich mit fast allem künstlerisch auseinandergesetzt.

Neuerdings tauchen auch immer mehr Schriften auf: Picassos Gedichte und Dramen, was wieder einmal seine enorme Vielseitigkeit belegt.

Er war also ein Künstler, der sich durchaus einmischte, und auch politische Stellung bezog. Und er war meistens auf der Seite der Schwächeren, nämlich des Volkes.

Picasso war wohl unter den Malern des 20. Jhrds derjenige, der am meisten von den Maltechniken der alten Meister verstand, und diese uns überliefert hat.

Und er hat zeitlebens Mittel und Wege gesucht, die Malerei (oder auch allgemein die künstlerische Darstellung) zu vereinfachen und unserer moderenen Lebensweise anzupassen.

Und ist dabei, wie nicht nur der Kubismus zeigt, zu wirklich beeindruckenden Ergebnissen gekommen, die unser Verständnis von Malerei nachhaltig revolutioniert haben.

Viele nachfolgende Künstler, wie etwas Francis Bacon haben von seinen Erkenntnissen gezehrt und diese nicht schlecht umgesetzt.

Doch Picasso war viel mehr als nur ein Botschafter des Alten. Er hat sozusagen die Malerei neu erfunden, ein ganz eigenes Verständnis von Malerei entwickelt, wie es zuvor vielleicht nur El Greco und Tintoretto taten.

So, das reicht für’s erste. Ich will euch ja nicht gleich mit zu viel Kultur zudröhnen. Für Fragen oder Anregungen bin ich nach wie vor über das Kommentarfeld erreichbar.

Liest im zweitenTeil meiner Picassoabhandlung, wie ein heutiger Künstler im Sinne Picassos arbeiten sollte, warum es keine abstrakte Malerei gibt, und warum Picasso besser ist wie Beuys.

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