Paris nach dem Anschlag: Touristen unter sich

Franziska Jäger, eine gute Bekannte und Freundin ist vor kurzem nach Paris gezogen.

Dann passierte der Anschlag am Freitag, den so wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Sie berichtet Ihre Eindrücke für verschiedene deutsche Journalien, hier ein Text, den sie mir zusandte für die Veröffentlichung auf meinem Blog.Da hier in Deutschland viele schockiert und fassungslos sind, von dem, was in unserem Nachbarland passierte, möchten viele wissen, wie jetzt der Alltag vieler Pariser nach den schrecklichen Anschlägen ist.

Sehr privat und emotional also hier der Text von Franziska. Wenn ihr Fragen an sie habt, kann ich sie gerne weiterleiten.

Text: Franziska Jäger

Fast alles hat geschlossen. Der Eiffelturm. Der Louvre. Für Touristen in der Besucher-Metropole ist das nicht gerade optimal. Die Menschen zeigen aber weitgehend Verständnis.

Paris. Die Gruppe asiatischer Frauen lässt sich vor dem Louvre fotografieren. Sie tragen hübsche Kleider, die Frisur sitzt, das Lächeln auch. Zwei von ihnen stöckeln zum Absperrgitter. Warum das Museum unbedingt zubleiben müsse, fragen die Japanerinnen etwas verständnislos die drei Polizisten dort. Die Antwort ist vor dem Eingang zu lesen: «Frankreich hat drei Tage Staatstrauer, das Museum bleibt geschlossen.»

Den Japanerinnen bleiben nur die Selfies, die Hunderte von Touristen an diesem Sonntagmorgen vor den grauen Absperrgittern ebenfalls machen. Der Terror von Freitagabend hinterlässt seine Spuren auch im Urlaubsalltag Zehntausender Pariser Touristen.

Die Familie aus Mannheim zeigt dafür Verständnis. Trotzdem «ist das natürlich doof, dass unsere Reise jetzt so endet«, sagt die Mutter. «Seit über einem Monat war unsere Reise geplant, unser Hotel gebucht.» Nachdem sie Freitag im Fernsehen über die Ereignisse erfuhren, beschlossen sie nach kurzem Zögern, dennoch wie geplant am Samstag nach Paris zu fahren.

«Man sah ja auf den Bildern so viel Polizei und Militär in Paris, da sagten wir uns, dass das so gefährlich dort jetzt nicht mehr sein kann.» Am Samstag war ihnen die Stadt «nicht geheuer, die Straßen und Métros waren menschenleer», so der Vater. «Als wir am Arc de Triomphe standen, fühlte sich das sehr gespenstig an. Aber gegen 16.00 Uhr sind alle wieder aus ihren Löchern herausgekommen.»

Die 22-jährige Klaudia bespricht sich mit ihrem Freund, was man jetzt statt des Louvre-Besuchs machen wolle. Mit Nikola ist sie Freitag aus Norwegen gekommen, er wollte Klaudia zu deren Geburtstag mit einem romantischen Wochenende in Paris überraschen. Aus Sorge riefen die beiden die Botschaft in Norwegen an, doch man habe ihnen geraten, in Paris zu bleiben. «Wir verbringen unsere Tage nun mit Café trinken und Spazierengehen», sagt Klaudia.

Ein paar Meter weiter, auf der anderen Seite der Seine, stehen Touristen ratlos vor dem geschlossenen Musée d’Orsay. Evan und Yunmei aus Mexiko hoffen, dass sich das bis Mittwoch wieder ändert, damit sie bis zu ihrem Rückflug wenigstens etwas Pariser Kultur mitbekommen können. «Bis dahin klappern wie Notre Dame und Sacré Coeur ab», sagt der 35-jährige Evan.

Abwarten hieß es auch am Vortag. «Welcome to the Eiffel Tower», steht auf dem großen Schild unter dem Turm. Doch der ist seit Samstag aus Sicherheits- und Trauergründen geschlossen. Niemand zwischen den Metallgittern, in denen sich sonst Hunderte von Menschen stundenlang gedulden, um auf die berühmteste Sehenswürdigkeit von Paris zu gelangen.

Ein Pärchen aus Bayern steht auf der Aussichtsplattform des Trocadero. Neben ihnen ein Reisekoffer und Taschen. «Eigentlich ist unser Rückflug erst für Montag geplant, aber wir fahren heute Nachmittag schon zurück», sagt die junge Frau. «Die Geschäfte, die Museen, alles hat zu, für uns ist der Aufenthalt nicht mehr lohnenswert», ergänzt ihr Partner. «Abends kann man sich ja nicht mehr raustrauen. Wir wollten so schnell wie möglich weg.» Jetzt stehen die beiden vor dem Eiffelturm und machen noch ein letztes Foto.

Patrick aus Greifswald lässt sich nicht einschüchtern, wie er sagt. «Ich fahre mit meinen Kumpels erst morgen wieder zurück, so wie ursprünglich geplant. Angst habe ich nicht», sagt er. «Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen jetzt noch trifft, ist ja eher gering.» Sein Kumpel pflichtet bei: «Man kann jetzt sicher nicht mit fröhlichen Gesichtern hier herumlaufen, man muss sich die Zeit jetzt so gut es geht vertreiben.»

Scan to Donate Bitcoin
Like this? Donate Bitcoin to at:
Bitcoin 1LChCcZXgTF54TE33Zb6MuSDDPSY9b3jeD
Donate

1 Gedanke zu “Paris nach dem Anschlag: Touristen unter sich

  1. Hallo an alle :-)

    auf die Gefahr hin dass ihr mich für verrückt erklärt muss ich euch doch folgendes mitteilen. Dieser Anschlag war ein großes inszeniertes Theaterstück. Es wurde kein Mensch getötet, es wurde künstlich Feuer gelegt und künstlich mittels Pyrotechnik gearbeitet und zudem ne Menge Kunstblut verspritzt. Applaus, Applaus, welcome to the Thruman-Show. Und natürlich war mit sowas zu rechnen und es wird auch wieder passieren. Die Crisis Actors üben schon ihre nächsten Rollen :-) Und das ist mein voller Ernst. Schon schade dass man für so einen Artikel der Marke “ Bild dir deine Meinung“ …. äh… ich wollte sagen der Marke “ Wie verdumme ich und täusche ein ganzes Volk“ jahrelang studieren muss. Wie sagte schon John Swinton 1880 : „So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

    Ich würde mich schämen sowas zu veröffentlichen und mich so zu verkaufen… is ja eklhaft!!! Sorry Franzi für meine Direktheit aber der Mensch lernt leider nur durch Schmerz und ich bin und war immer deinen heiße Herdplatte :-)

Schreibe einen Kommentar