Was mag ein 23 Jähriger empfunden haben,…

..der auf Befehl von oben vollkommen unschuldige Zivilisten gemordet hat und der weiß, daß sie unbewaffnet waren?

Letzte Woche las ich in den Tagesschaumeldungen einen Bericht darüber, das sich immer mehr jugendliche Irakkriegheimkehrer in den USA das Leben nehmen.

Die Zeilen aus Heiner Müllers Wolokolamser Chaussee- ich weiß nicht mehr welcher Teil- gingen mir durch den Sinn: “Und ständig geht der Tote meinen Schritt, ich athme, esse, trinke, (?) laufe nachts, der Krieg in meinem Kopf hört nicht mehr auf”.

Dazu hatte ich einen Traum: “Der ehemalige Oberkommandierender aus dem Irakkrieg (heißt er Meyers ?), ist auf Wahlkampftournee durch Osteuropa. Deutlich zu erkennen sein gepflegtes, braungebranntes Gesicht, seine tarnfarbene Uniform hat er gegen einen eleganten Anzug mit Kravattennadel umgetauscht. Deutlich zu erkennen auch in seinen markanten Gesichtszügen die Spuren von Wüstensandsturm, von Gewalt und Zerstörung. Sein Gesicht ist auf Wahlkampfplakaten, Fernsehenbildschirmen und Zeitungen zu sehen.

Ich kriege mit, wie Einheimische über seinen Wahlkampfauftritt debattieren. Im Vordergrund stehen seine politischen Absichten und Ziele, nicht die Greueltaten, die seine Untergebenen auf seine Anweisungen hin verübt haben und die nun damit leben (oder sterben) müssen.

Der Mensch vergisst manchmal allzu schnell.

Zu der Tagesschaumeldung geht es hier–>

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Eine Antwort auf Was mag ein 23 Jähriger empfunden haben,…

  1. admin sagt:

    Träume und Realität sind miteinander verwoben.

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